«Dazugehören – ein inklusives Unternehmen sein»

Plädoyer für Menschenrechte und Inklusion

Ist das nicht frustrierend? – Jeden Tag Meldungen von Verstössen in Ost und West gegen die Menschenrechte (inklusive Völkerrecht). Dazu Nachrichten, wie auch bisher demokratische Länder zu Scheindemokratien werden. Dies, weil die Grundpfeiler einer echten Demokratie, so zum Beispiel die Menschenrechte verdreht, bewusst mit Füssen getreten oder deren Rechtmässigkeit geleugnet oder schlicht ignoriert werden. 

Kürzlich war ich in Nürnberg, wo an der Strasse der Menschenrechte 30 Grundsätze der Menschenrechte an Tafeln und Säulen in verschiedenen Sprachen dokumentiert sind. Dies als Denkanstoss, als Warnung vor Gleichgültigkeit und nicht zufällig in Nürnberg! – Zelebrierte doch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) von 1936 bis 1945 meist mit grossem Pomp die Reichsparteitage. Wie bekannt, setzte das Hitler-Regime nach und nach die entscheidenden Grundrechte von Bürgern und Völkern ausser Kraft und verfolgte nicht nur die Politik des Mächtigeren, sondern beging millionenfache Morde an Menschen und Völkern.

Den Erkenntnissen aus diesem ungeheuren Geschehen folgend, entstand die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. So beispielsweise die Grundsätze «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.», «Gleichheit vor dem Gesetz.», «Schutz vor willkürlicher Festnahmen, Inhaftierung oder Ausweisung.» oder «Recht auf freie Meinungsäusserung und Informationsfreiheit.»

Ganz im Sinn dieser Menschenrechte steht der Verein «Forum Wirtschaft + Ethik» für eine Politik ein, die sich an den schwächeren, den nicht Privilegierten orientiert. Dies in Gesellschaft und Wirtschaft. Unsere Grundsätze sind in der «Thuner Ethik Charta» zusammengefasst, die sich stark auf die Menschrechte stützen. Die Thuner Ethik Charta kann für eine Unternehmung eine Basis sein, um eine Vision mit dem Ziel sozialverträglicher, umfassend nachhaltiger Unternehmensführung zu entwickeln.

Erkenntnisse aus Unternehmen zeigen, dass die Mitarbeitenden in einer Kultur der Inklusion Sicherheit finden und sich mit Engagement für das Unternehmen und dessen Ziele einsetzen, ohne die materiellen Anreize in den Vordergrund zu stellen. Aufgrund ihrer Identifikation mit dem Unternehmen entwickelt sich ein Teamzusammenhalt, die Mitarbeitenden denken mit- und füreinander und setzen eigenständig und doch gemeinsam wertvolle Ideen um. Das wirkt sich auf die Schonung der Ressourcen und schliesslich auch auf den Unternehmenserfolg aus.

Aus diesem Grund haben wir für den fachlich-ethischen Input im Anschluss an unsere 18. Mitgliederversammlung den Thuner Experten für Inklusion, Oliver Merz, Gründer und Leiter des Instituts Inklusiv eingeladen. Er wird mit uns die wesentlichen Elemente einer inklusiven Unternehmenskultur diskutieren.

Thema: «Dazugehören – ein inklusives Unternehmen sein»

Ort: Stiftung TRANSfair, Im Schoren 23, 3604 Thun, 033 334 04 44

Zeit: Input-Referat von Oliver Merz mit Diskussion im Plenum und persönlichen Gesprächen beim Netzwerk-Apéro > ab 19 Uhr (18. Mitgliederversammlung > 18 Uhr)

Wir bitten um Anmeldung auf: https://www.wirtschaftundethik.ch/index.php/anlaesse