Von Integration zur Inklusion

Zum Bild: Es drückt aus, dass es zur INKLUSION eine neue Kultur und verschiedene Perspektiven braucht; auch soll es zeigen, dass nicht alles perfekt ist und dass es wichtig ist, sich auf neue und unterschiedliche «Spielregeln» einzulassen.

Die Begriffe «Integration» und «Inklusion» sind in den letzten Jahren zentrale Schlagworte im Bildungs- und Sozialbereich geworden. Während Integration sich darauf konzentriert, Menschen mit Behinderung in bestehende Strukturen einzufügen, steht Inklusion für einen umfassenderen Ansatz: «Die Gesellschaft wird so gestaltet, dass alle Menschen – unabhängig von ihren Fähigkeiten oder ihrer Herkunft – von Anfang an gleichberechtigt teilnehmen können.»

Ein Paradigmenwechsel

Integration bedeutet, dass Menschen mit Behinderung oder die von Benachteiligung und Ausgrenzung gefährdet sind, an regulären Aktivitäten teilnehmen dürfen, sofern sie sich anpassen können. Der Fokus liegt auf der Anpassung des Einzelnen an die Umgebung. Inklusion hingegen fordert, dass die Umgebung so gestaltet wird, dass alle Menschen von vornherein mitgedacht sind. Hier wird Diversität als Gewinn gesehen und nicht als Herausforderung: Nicht nur dabei sein, sondern teilhaben.

Der Wandel von der Integration zur Inklusion ist somit ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel, der weit über Schule und Arbeit hinausgeht. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und eine Kultur der Wertschätzung und Teilhabe für alle Menschen zu schaffen. Bei der Inklusion geht es also um alle Einzelpersonen und Gruppen, die von Benachteiligung und Ausgrenzung gefährdet sind.

Das «Institut Inklusiv» in Thun: Ein Vorbild für gelebte Inklusion

Ein herausragendes Beispiel für diesen Wandel ist das «Institut Inklusiv» in Thun. Das Institut hat sich zur Aufgabe gemacht, Inklusion nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern praktisch umzusetzen. Durch Bildungsangebote, Beratungen, Vorträge und Projekte fördert das Institut die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen.

Besonders hervorzuheben sind die innovativen Workshops und Weiterbildungen, die Fachpersonen, Eltern und Interessierte dabei unterstützen, inklusive Strukturen zu schaffen. Das «Institut Inklusiv» versteht sich als Plattform, die Vernetzung und Austausch ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zur inklusiven Gesellschaft in der Schweiz leistet. Das Forum Wirtschaft + Ethik plant eine nachhaltige Zusammenarbeit mit dem «Institut Inklusiv». 

Das Forum Wirtschaft + Ethik mit Sitz in Thun ist eine Plattform für den persönlichen Austausch zu wirtschaftlichen Aktualitäten und stellen diese in einen gesamtheitlich nachhaltigen Zusammenhang: Sozial-ethische, ökologisch und finanziell tragbare Unternehmensführung.

Fazit

Die Entwicklung von Integration zu Inklusion ist ein fortlaufender Prozess, der das Engagement vieler Akteure erfordert. Das «Institut Inklusiv» in Thun zeigt eindrucksvoll, wie Theorie und Praxis miteinander verbunden werden können, um eine inklusive Gesellschaft zu gestalten, in der alle Menschen willkommen sind und ihre Potenziale entfalten können.

Einladung zum Anlass

Im Anschluss an die 18. Mitgliederversammlung des Forums Wirtschaft + Ethik wird Oliver Merz, Gründer und Leiter des Instituts Inklusiv mit uns die wesentlichen Elemente einer inklusiven Unternehmenskultur diskutieren.

Thema: «Dazugehören – ein inklusives Unternehmen sein»

Ort: Stiftung TRANSfair, Im Schoren 23, 3604 Thun, 033 334 04 44

Datum/Zeit: Dienstag, 17. März 2026, Impulsreferat von Oliver Merz mit Diskussion im Plenum und persönlichen Gesprächen beim Netzwerk-Apéro > ca. 19 Uhr (18. Mitgliederversammlung > 18 Uhr)

Wir bitten um Anmeldung auf: «Dazugehören – ein inklusives Unternehmen sein»

 

Das Bild drückt aus, dass es zur INKLUSION eine neue Kultur und verschiedene Perspektiven braucht; auch soll es zeigen, dass nicht alles perfekt ist und dass es wichtig ist, sich auf neue und unterschiedliche «Spielregeln» einzulassen.